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Schölsbach: Zuständigkeiten dürfen nicht zum Problem der Bürger werden

Pumpwerk, Bachoffenlegung und Entwässerung greifen ineinander. Die FDP fordert deshalb, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und den Bürgerinnen und Bürgern einen verständlichen Gesamtüberblick zu geben.

Die Entwässerung rund um den Schölsbach beschäftigt Kirchhellen seit Jahren. Bei Starkregen kam es nach Darstellung eines Antrags aus der Bezirksvertretung unter anderem im Bereich Horsthofstraße und Straße Am Schölsbach wiederholt zu vollgelaufenen Kellern. Der Antrag bat deshalb um einen umfassenden Sachstandsbericht zu bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen. Das Dokument stammt von der CDU-Bezirksfraktion; wir machen uns dessen Aussagen deshalb nicht als eigene FDP-Position zu eigen.

In der Sitzung der Bezirksvertretung am 6. November 2025 wurde deutlich, wie komplex die Situation ist. Die Verwaltung erläuterte, dass die Offenlegung des Schölsbachs ein Baustein zur Verbesserung der Entwässerung sei. Zugleich wurde auf Arbeiten am Pumpwerk des Lippeverbandes hingewiesen.

Für FDP-Bezirksvertreter Oliver Mies war genau diese Verzahnung der entscheidende Punkt. Er machte deutlich, dass die Arbeiten am Pumpwerk und die Offenlegung des Schölsbachs sich gegenseitig beeinflussten. Die in der Sitzung gegebenen Informationen reichten ihm deshalb nicht aus.

Sein Vorschlag war konkret: In einem interfraktionellen Gespräch sollten alle Beteiligten eingeladen werden, um die Zusammenhänge umfassend darzustellen. Dieser Vorschlag fand unmittelbar Unterstützung in der Bezirksvertretung.

Aus liberaler Sicht ist das mehr als eine technische Frage.

Für die Bürgerinnen und Bürger ist es zunächst zweitrangig, ob formal die Stadt, der Wasser- und Bodenverband oder der Lippeverband für einen einzelnen Teil des Problems zuständig ist. Wer von Überschwemmungen betroffen ist oder wissen möchte, wann Maßnahmen umgesetzt werden, braucht eine verständliche Antwort auf die Frage: Was passiert, wer macht was und wann ist mit Verbesserungen zu rechnen?

Gerade bei komplexen Zuständigkeiten muss Verwaltung deshalb koordinieren und Informationen zusammenführen. Zuständigkeitsgrenzen dürfen nicht dazu führen, dass sich Betroffene ihre Antworten selbst bei mehreren Stellen zusammensuchen müssen.

Dass das Thema weiterhin nicht abgeschlossen war, zeigte sich auch 2026. Für die Sitzung am 9. Juni war erneut eine Unterrichtung zum Schölsbach vorgesehen. Vertreter von Emschergenossenschaft und Lippeverband konnten an diesem Termin allerdings nicht teilnehmen; die Behandlung wurde auf einen späteren Termin verschoben.

Für die FDP bleibt deshalb die Forderung bestehen: Alle Beteiligten an einen Tisch, klare Verantwortlichkeiten und nachvollziehbare Informationen für die Betroffenen.

(Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt)