Metropolradruhr: Erst Nutzen belegen, dann Steuergeld einsetzen
Das Fahrradverleihsystem Metropolradruhr wird neu aufgestellt. Der neue Betreiber Donkey Republic soll das Angebot in der Region deutlich ausweiten. Für Bottrop sieht die Planung zusätzliche Stationen vor, darunter auch Standorte in Kirchhellen und Feldhausen. Die öffentliche Vorlage nennt für Bottrop langfristig insgesamt 24 Stationen mit 127 Leihrädern.
Grundsätzlich spricht nichts gegen ein zusätzliches Mobilitätsangebot. Entscheidend ist für die FDP aber, ob es auch tatsächlich genutzt wird – und ob der Einsatz öffentlicher Mittel in einem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen steht.
Bereits in der Sitzung der Bezirksvertretung Kirchhellen am 24. März machte FDP-Bezirksvertreter Oliver Mies deutlich, dass er bei der Finanzierung erhebliche Fragen sieht. Er verwies darauf, dass auch beim früheren System Kosten von der Stadt getragen worden seien und stellte infrage, ob eine umfangreiche finanzielle Unterstützung eines Betreibers gerechtfertigt sei.
Mies verwies zudem auf die nach seiner Wahrnehmung problematische Situation an einer bestehenden Fahrradstation und stellte die Frage nach den tatsächlichen Ausleihzahlen. Besonders kritisch bewertete er den geplanten Standort an der Schulze-Delitzsch-Straße. Dort befinde sich bereits eine Radstation; gleichzeitig müssten für einen zusätzlichen Standort Parkplätze entfallen.
Für Mies war deshalb entscheidend, konkrete Zahlen zu erhalten: Wie viele Fahrräder werden tatsächlich ausgeliehen? Welche Kosten entstehen je Station? Und wie steht beides zueinander?
Die Verwaltung erklärte, dass die künftigen Stationen zunächst virtuell eingerichtet werden. Sollte sich ein Standort nicht bewähren, könne er relativ flexibel verlegt werden; lediglich ein Hinweismast müsse versetzt werden. Auch die öffentliche Vorlage hebt diese Flexibilität ausdrücklich hervor.
In der Sitzung am 9. Juni blieb Mies dennoch bei seiner skeptischen Haltung und machte deutlich, dass der Stadt keine Folgekosten entstehen dürften.
Aus liberaler Sicht ist das der entscheidende Maßstab: Neue Mobilitätsangebote sollten sich an tatsächlicher Nachfrage orientieren. Öffentliche Förderung darf nicht dazu führen, dass wirtschaftliche Risiken dauerhaft bei der Kommune landen.
Innovation braucht Offenheit – aber auch einen realistischen Blick auf Kosten und Nutzen.
(Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt)