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Kirchhellens Schulen brauchen langfristige Lösungen statt dauernder Provisorien

Am Vestischen Gymnasium und an der Sekundarschule Kirchhellen wird zusätzlicher Schulraum benötigt. Container schaffen kurzfristig notwendige Plätze. Für die FDP ist aber klar: Bildung braucht langfristige Planung und eine entsprechende Priorität bei den Investitionen der Stadt.

Der Bedarf an Schulraum wächst – auch in Kirchhellen. Zum Schuljahr 2026/27 werden deshalb an mehreren Bottroper Schulen zusätzliche Containeranlagen benötigt. Zwei der fünf vorgesehenen Standorte liegen in Kirchhellen: das Vestische Gymnasium und die Sekundarschule Kirchhellen mit ihrem neuen Nebenstandort „Am Tollstock“.

Dass kurzfristig gehandelt werden muss, stellt die FDP nicht infrage. Wenn Schülerinnen und Schüler zusätzliche Räume benötigen, müssen diese zur Verfügung stehen. Container können dafür eine pragmatische Übergangslösung sein.

Sie dürfen aber nicht mit einer langfristigen Lösung verwechselt werden.

Bereits im Juni 2025 hatte FDP-Bezirksvertreter Oliver Mies in der Bezirksvertretung darauf gedrängt, die Erweiterung des Kirchhellener Schulzentrums zügig anzugehen. Dabei erinnerte er daran, dass schon 16 Jahre zuvor ein vergleichbarer Antrag für ein Schulzentrum mit Realschule gestellt worden sei. Aus seiner Sicht drängte deshalb die Zeit.

Die Entwicklung gibt dieser Frage zusätzliche Bedeutung. Die Stadt selbst bezeichnet die jetzt vorgesehenen Container ausdrücklich als „Schulcontainerprovisorien“. Für die Standorte außerhalb der Ludgerusschule wurde beziehungsweise wird nach Angaben der öffentlichen Vorlage kurzfristig mit der Planung dauerhafter Lösungen durch neue Schulgebäude begonnen. Ziel ist ausdrücklich, die Container möglichst bald wieder zurückbauen zu können.

Dabei geht es inzwischen um erhebliche Summen. Für alle fünf Bottroper Standorte müssen 2026 insgesamt 5,256 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt werden: 2,939 Millionen Euro für die Anmietung von Containeranlagen sowie 2,317 Millionen Euro für Kauf und Ausstattung. Diese Mittel waren bislang nicht im Haushalt vorgesehen.

Gerade deshalb ist langfristige Planung so wichtig.

Für die FDP gehört Bildung zu den zentralen Aufgaben der Kommune. Wenn finanzielle Mittel knapp sind, muss Politik Prioritäten setzen. Aus unserer Sicht gehören ausreichende Schulplätze und eine funktionierende Bildungsinfrastruktur dabei nach vorne.

Das bedeutet zugleich: Ein Provisorium kann die richtige Antwort auf einen kurzfristigen Engpass sein. Es darf aber nicht zur dauerhaften Alternative für rechtzeitig geplante und wirtschaftlich tragfähige Schulgebäude werden.

Auch die Verwaltung geht davon aus, dass der Anstieg der Schülerzahlen etwa ab 2030 nachlassen und sich anschließend auf hohem Niveau stabilisieren wird. Die bis dahin geschaffenen Neubauten sollen den prognostizierten Bedarf anschließend abdecken.

Für Oliver Mies und die FDP in Kirchhellen ist deshalb entscheidend, dass aus der Übergangslösung jetzt eine verlässliche Perspektive entsteht.

Gute Bildung braucht Räume. Und gute Kommunalpolitik muss dafür sorgen, dass diese Räume nicht erst geplant werden, wenn der Platz bereits fehlt.

(Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt)