Südring / Hünefeldstraße: Entscheidung nicht übers Knie brechen

in Bauen und Wohnen

Zu den Plänen der Stadtverwaltung, im Bereich des Südrings / Hünefeldstraße ein neues Baugebiet auszuweisen, erklärt FDP Bezirksvertreter Daniel SCHUSTER:

"Bottrop braucht mehr und vor allem bezahlbaren Wohnraum. Wir sollten Entscheidungen über neue Baugebiete deshalb aber nicht übers Knie brechen." Auf der genannten Fläche, nördlich vom Südring, sollen 122 Wohneinheiten in Form von freistehenden Einfamilienhäusern, sowie als Reihen-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern entstehen.

"Wir dürfen uns auf der einen Seite nicht über steigende Mieten beschweren und auf der anderen Seite keine Neubauten zulassen. Das wäre der völlig falsche Weg. Aber bevor diese Fläche zum Wohngebiet erklärt wird, sollte der Untergrund sorgfältig geprüft werden, ob dieser sich für eine Wohnbebauung überhaupt eignet", so Schuster. Die Fläche sei in der Vergangenheit gewerblich genutzt worden und über die Festigkeit des Untergrund habe es in der Sitzung der Bezirksvertretung Mitte vom vergangenen Donnerstag (16.12.2021) keine hinreichenden Informationen gegeben. Und über eine ausreichende (Verkehrs-)Infrastruktur sei noch gar nicht im Detail gesprochen worden, ergänzt Schuster.

Ein weiterer kritischer Punkt, so Schuster, sei die Versiegelung des Bodens. Bisher habe die Hünefeldstraße nach Aussage von Anwohnern keine Probleme mit Hochwasser gehabt. Aber ohne hinreichende Vorkehrungen könnte das mit der geplanten Wohnbebauung möglicherweise zu einem Problem werden, denn der Boden nähme derzeit viel Wasser auf. Als dritten Punkt führt Schuster an, dass sich nach der gewerblichen Nutzung die Natur auf der Fläche wieder ausgebreitet und ein wenig grün in diesen Teil der Stadt zurückgebracht habe. Hier müsse die Stadt wenigstens entsprechende Ausgleichsflächen schaffen.

Schuster begrüßt, dass der Planungs- und Umweltausschuss am gestrigen Dienstag (21.12.2021) noch keine endgültige Entscheidung über die Fläche getroffen hat, weil noch Beratungsbedarf besteht.