FDP Bottrop lehnt Radvorrangroute über Gladbecker Straße ab

Die Freien Demokraten Bottrop lehnen die Streckenführung des „Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet“ in Form einer Radvorrangroute über die Gladbecker Straße ab. Zunächst sei man erleichtert gewesen, als es hieße, es gäbe keinen Radschnellweg über die Gladbecker. Aus der Präsentation im Bau- und Verkehrsausschuss vergangenen Donnerstag (07.02.2019) ginge aber hervor, dass der Unterschied zwischen Radschnellweg und Radvorrangroute marginal sei und die von den Liberalen angemahnten Beeinträchtigungen für andere Verkehrsteilnehmer weiterhin bestünden. „Das ist doch Augenwischerei, die die Bürgerinnen und Bürger in die Irre führen soll. Dahinter steckt das Motiv, die Menschen zum Radfahren umzuerziehen – aber das sollte man doch wohl selbst entscheiden dürfen“, so FDP-Ratsfrau Gabriele SCHMEER.

„Die Verwaltung will uns wohl alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen? Egal, wie man das Kind nun nennt: Die Gladbecker Straße ist für einen solchen Radweg nicht geeignet“, ergänzt FDP Kreisvorsitzender Andreas MERSCH. „Wenn es nicht möglich ist, die Route über die RAG-Trasse oder entlang des Kirchschemmbaches zu führen, ist es vermutlich besser, die Planungen ganz einzustellen.“

Die FDP werde sich konsequent weiter gegen eine Streckenführung über die Gladbecker Straße stellen – ob nun unter dem Namen Radschnellweg oder Radvorrangroute.


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Bau- & Verkehrsausschuss vom 7. Februar 2019

Die FDP-geführte Ratsgruppe LSB lehnt das Konzept zur moderaten Entschleunigung des motorisierten Individualverkehrs ab.

Wir wollen nicht, dass Bottrop am Ende zur ersten Großstadt im Bundesgebiet wird, die flächendeckend aus einer einzigen Tempo-30-Zone besteht. Niemand von uns wird sich gegen eine Tempo-30-Zone stellen, wenn sie nachweislich zur Erhöhung der Sicherheit beiträgt oder aus Gründen des Lärmschutzes notwendig erscheint. Aber die hier genannten Straßenzüge sind bisher nicht durch ein erhöhtes Unfallaufkommen besonders in Erscheinung getreten. Dennoch sollen hier nun in vorauseilendem Gehorsam Tempo-30-Zonen vorrangig aus Gründen des Klimaschutzes realisiert werden, ohne dass bisher zweifelsfrei wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte, dass sich durch eine solche Maßnahme die Luft tatsächlich verbessern ließe. So hat erst kürzlich (2018) die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) festgestellt, dass die Einrichtung von Tempo-30-Zonen zur Luftreinhaltung nicht nur *keine* Luftverbesserung bringen, sie verschlechtern sogar die Luft für die Anwohner und Passanten. Eine, wie in der Vorlage genannte „Steigerung der Wohn-, Lebens- und Aufenthaltsqualität“ kann also nicht pauschal angenommen werden. Die durch Tempo 30 erhöhte Verkehrsdichte führt vielmehr zu mehr Stop and Go, was genau zu einem gegenteiligen Effekt führt und für mehr Emissionen und Auffahrunfälle sorgt. Wir dürfen auch nicht die zahlreichen Pendler außer Acht lassen, die aus Bottrop heraus, nach Bottrop hinein oder durch Bottrop hindurch pendeln und deren Fahrzeiten sich durch vermehrte Tempo-30-Zonen spürbar erhöhen werden. Die Auswirkungen auf den ÖPNV unter realen Bedingungen können zudem noch gar nicht wirklich vorhergesagt werden.

Wir appellieren daher an alle Ratsgruppen und Fraktionen umgehend damit aufzuhören, bei jeder Gelegenheit den Autofahrer als größten Umweltsünder zu stigmatisieren und für alle Probleme in dieser Stadt verantwortlich zu machen. Die kürzlich noch geführte Diskussion um den Radschnellweg, der Innovation City Masterplan, der Lärmaktionsplan der Stadt Bottrop, oder jetzt die hier in der Vorlage genannten Tempo-30-Zonen: Wir haben den Eindruck, wir befinden uns mitten in einem blinden, ideologisch motivierten Feldzug gegen das Automobil, der unter dem Deckmäntelchen des Klima- und Gesundheitsschutzes geführt wird. Wir fordern daher, umgehend wieder auf die sachliche Ebene zurückzukehren. 

Eine, wie in der Vorlage genannte Steigerung der Wohn-, Lebens- und Aufenthaltsqualität und mehr Gleichberechtigung im Straßenverkehr erreichen wir nicht durch einen Flickenteppich von Einzelmaßnahmen und Gängelungen der Autofahrer, sondern durch ein verkehrstechnisches Gesamtkonzept mit einem bedarfsgerechten, ausgewogenen Verhältnis aller Verkehrsteilnehmer untereinander (digitale Ampeln, intelligente Verkehrsleitsysteme, u.ä.) und vernünftigen, belastbaren ÖPNV Konzepten.


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Bottrop bekommt Talentschule – FDP Bottrop begrüßt Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit und bester Bildung der Landesregierung

Die Landesregierung hat heute in Düsseldorf die erste Tranche der Talentschulen für Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Eine von Schulministerin Yvonne Gebauer eingesetzte unabhängige Expertenjury hat in einem ersten Schritt aus 149 Bewerbungen aus ganz NRW 35 Schulen ausgesucht, die künftig speziell als Talentschulen gefördert werden. Mit dabei sind auch das Berufskolleg und die Janusz-Korczak-Gesamtschule in Bottrop.

„Die beiden Schulen haben sich im Bewerbungsverfahren durchgesetzt und werden Talentschule. Die Freien Demokraten Bottrop beglückwünschen das Berufskolleg und die Janusz-Korczak-Gesamtschule zu ihren Bewerbungserfolgen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch Bottrop seinen Beitrag leistet und der Schule die notwendige Unterstützung für eine erfolgreiche weitere Schulentwicklung zukommen lässt“ betont Andreas MERSCH, FDP Kreisvorsitzender und schulpolitischer Sprecher der Ratsgruppe. Ohne eine zeitgemäße Ausstattung, eine bestmögliche Digitalisierung, ein modernes Lernumfeld und ein offenes Ohr der Schulträger für die Herausforderungen in den Schulen geht es nicht. Das Land legt nun vor. „Mit den Talentschulen kommen wir unserem Ziel einen Schritt näher, soziale Nachteile in der Bildung zu überwinden und mehr Chancengerechtigkeit zu ermöglichen. Anders als die Vorgängerregierung aus SPD und Grüne setzt die FDP mit dem Schulversuch ganz praktisch vor Ort ein Zeichen und zeigt, wie beste Bildung für alle Kinder unabhängig von der sozialen Herkunft aussehen kann“, sagt Mersch.

Für die Bewerbungen als Talentschule mussten alle Bewerberschulen Eckpunkte zu ihren pädagogischen Konzepten einreichen. Ergänzend haben die Schulträger ihre Entwicklungsziele für die Schule und den Stadtteil dargelegt. Zur Bewertung der Bewerbungen hat die Jury zudem Merkmale und Daten rund um die einzelne Schule herangezogen. „Für Bottrop ist der Erfolg der Schulen eine Auszeichnung und gleichzeitig Ansporn, die Situation im umliegenden Quartier zu verbessern“, erklärt Mersch.

Talentschulen sollen in schwierigen Stadtvierteln mit großen Herausforderungen auch positiv auf die Quartiersentwicklung ausstrahlen. Leistungen und Erfolge von Schülerinnen und Schülern sollen durch besondere unterrichtliche Konzepte, zusätzliche Ressourcen und Unterstützung bei der Schulentwicklung nachweisbar gesteigert werden.

Als Talentschulen werden das Berufskolleg und die Janusz-Korczak-Gesamtschule nun auch vom Land besser ausgestattet und erhalten mit einem Zuschlag in Höhe von 20% auf den Grundstellenbedarf eine deutlich verbesserte Personalausstattung. Zudem kann sie auf ein zusätzliches Fortbildungsbudget in Höhe von je 2.500 Euro zugreifen.

„Die Weichen sind gestellt, dass die Schulen Vorzeigeschulen in Bottrop werden können. Es liegt nun an uns, diesen Schulversuch hier bei uns vor Ort zum Erfolg zu führen. Die Freien Demokraten Bottrop werden sich dafür nachhaltig einsetzen“, erklärt Mersch.

Zum Schuljahr 2020/21 gibt es eine zweite Bewerbungsrunde. Bis zu einer Gesamtzahl von 60 werden dann weitere Schulen in den Schulversuch aufgenommen.

(s.a. https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulentwicklung/Talentschulen/Talentschulen_Liste_2019_2020.pdf)


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Stadt Bottrop handelt Kompromiss beim Radschnellweg aus

Pressemitteilung vom 13. Januar 2019

Am vergangenen Freitag, 11. Januar 2019, wurde seitens der Verwaltung der Stadt Bottrop eine Einigung im Streit um die Trassenführung des geplanten Radschnellwegs zwischen den Städten Gladbeck, Bottrop und Essen verkündet.

„Der nun zwischen den Städten Gladbeck, Essen und Bottrop, sowie dem Land NRW und dem RVR getroffene Kompromiss beim Radschnellweg eröffnet Chancen, die berechtigten Interessen der Fahrradfahrer mit den ebenso berechtigten Interessen anderer Verkehrsteilnehmer, Anwohnern und Gewerbetreibender in Einklang zu bringen“, so Andreas MERSCH, Kreisvorsitzender der Freien Demokraten Bottrop.

Dass nun der Radschnellweg über die Gladbecker Straße „vom Tisch sei“, wie Oberbürgermeister Bernd Tischler in seiner Rede beim Bottroper Unternehmerabend betont hatte, stimme die Bottroper Liberalen optimistisch. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hatte die FDP im Rahmen eines Informationsstands in der City die Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Meinung zur Trassenführung des geplanten Radschnellwegs gefragt. Die Umfrage zeigte, dass die Gladbecker Straße in der Bevölkerung einhellig abgelehnt wurde.

„Wir würden uns freuen, wenn nun auch neben der stillgelegten RAG-Trasse die von uns angesprochene Route entlang des Kirchschemmsbach ernsthaft in die weitere Planung einbezogen würde“, fordert Gabriele SCHMEER, Ratsfrau der FDP.


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Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet

Pressemitteilung vom 04.11.2018:

In der letzten Sitzung des Planungsausschusses des RVR am 21.11.18 ist berichtet worden, das Verkehrsministerium habe in einem Gespräch gegenüber dem RVR signalisiert, die RAG-Trasse durch Bottrop als Alternative für den Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet wegen des schlechteren Kosten-Nutzen-Verhältnisses abzulehnen.
Ein Gutachter hatte zuvor eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt, um sowohl die Route über die Gladbecker Straße als auch über die alte RAG-Trasse zu bewerten. Dabei habe die Führung über die Gladbecker Straße besser abgeschnitten, obwohl sie von einer breiten Mehrheit der Bottroper Parteien abgelehnt wird.

Nun steht ein zweiter Gesprächstermin, diesmal mit Beteiligung der betroffenen Städte an, bei dem eine Entscheidung bezüglich der Streckenführung getroffen werden soll.

Die Freien Demokraten Bottrop fordern die Stadtverwaltung mit Nachdruck dazu auf, bei dem anstehenden Gespräch mit dem Ministerium und dem RVR klarzustellen, dass Bottrop eine Trassenführung über die Gladbecker Straße ablehnt. „Die Entscheidung darf nicht gegen den Willen der betroffenen Bottroper Bürger, der Unternehmer und der Politik getroffen werden“, so Andreas MERSCH, Kreisvorsitzender der FDP Bottrop und Mitglied der FDP RVR Fraktion.

Des Weiteren kritisiert die FDP das Gutachten, in dem die beiden Routen verglichen werden. Zum einen beurteile das Gutachten die Vorteile der Gladbecker Straße unverhältnismäßig hoch, während einige Vorteile der RAG-Trasse nicht miteinbezogen würden. Zum anderen würden der wirtschaftliche Schaden der an der Gladbecker Straße ansässigen Unternehmer sowie erhebliche Sicherheitsbedenken ignoriert. „Zukünftige städtebauliche Maßnahmen wie beispielsweise die ‚Freiheit Emscher‘ werden in dem Gutachten nicht einmal erwähnt“, mahnt Gabriele SCHMEER, Ratsfrau der Freien Demokraten.

„Wir laden Verkehrsminister Wüst herzlich ein, sich persönlich vor Ort einen Eindruck von der Situation zu verschaffen. Vielleicht erkennt er dann, dass die Gladbecker Straße für einen Ausbau zum Radschnellweg gänzlich ungeeignet ist“, resümiert Mersch. Die FDP Bottrop werde alles daran setzen, dem Willen der Bevölkerung und den Unternehmen nachzukommen und den Umbau der Gladbecker Straße zum Radschnellweg zu verhindern.

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RVR: Kein Beschluss zum Radschnellweg durch die Bottroper City

Die Verbandsversammlung des RVR am heutigen Freitag, den 05.10.18, hat zum Thema Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet keinen Beschluss gefasst. Der Tagesordnungspunkt werde in den nächsten Sitzungszyklus verschoben, da Fragen zur Streckenführung noch nicht endgültig geklärt seien. Man wolle einem Ratsbeschluss der Stadt Bottrop zu dem Thema nicht vorgreifen. 
 
Die Freien Demokraten begrüßen die Entscheidung des RVR, einen Bottroper Ratsbeschluss zur Streckenführung abzuwarten. Der FDP Fraktionsvorsitzende im RVR, Thomas BOOS, kritisierte dabei in der Verbandsversammlung, dass der Einzelhandel und die Anwohner auf der Gladbecker Straße, die zum Radschnellweg umgebaut werden soll, nicht ausreichend in die Diskussion miteinbezogen wurden. Dies sei aber aus Sicht der Freien Demokraten zwingend notwendig gewesen, da mit dem Radschnellweg tiefgreifende Beeinträchtigungen des Verkehrsfluss sowie der Parksituation und eine Existenzgefährdung für Gastronomie und Handel verbunden gewesen wären. 
 
„Dass der Beschluss nun vertagt wurde, damit Bottrop die Chance hat, doch noch eine andere Streckenführung zu erreichen, ist ein sehr gutes Signal an die betroffenen Bürger und Geschäftsleute“, so Andreas MERSCH, Kreisvorsitzender der FDP Bottrop und Mitglied der RVR-Fraktion. Die Freien Demokraten befürworteten eine Streckenführung über die alte RAG-Trasse oder entlang des City-Trails, um die Infrastruktur des Radverkehrs sicher auszubauen, ohne die berechtigten Interessen anderer Verkehrsteilnehmer zu sehr einzuschränken.

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FDP Bottrop: RVR wandelt auf verkehrsplanerischen Irrwegen

Am kommenden Mittwoch, 12.09.2018 berät der Planungsausschuss des Regionalverbands Ruhr (RVR) den Schlussbericht zur Machbarkeitsstudie Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet (Gladbeck, Bottrop, Essen). Die endgültige Entscheidung darüber wird am 5. Oktober 2018 in der Verbandsversammlung des RVRs getroffen. Dazu Andreas MERSCH, Kreisvorsitzender der Freien Demokraten Bottrop und Mitglied der FDP Fraktion im RVR:

„Im nun vorliegenden Schlussbericht empfiehlt das Ingenieurbüro für den Radschnellweg eine Trassenführung über die Gladbecker Straße und erteilt der seitens der Bottroper Gremien bevorzugten Alternativroute über eine stillgelegte RAG Trasse eine Absage. Die Alternativroute sei nicht wirtschaftlich. Aus unserer Sicht sind diese Analyseergebnisse, wie auch die Bewertungskriterien, überhaupt nicht nachvollziehbar.“

So halten die Bottroper Liberalen die Gladbecker Straße für einen Radschnellweg schon allein aufgrund der Verkehrsdichte, den Ampeln und Kreuzungen, den Hauseinfahrten, wie auch den Zufahrten zu Betrieben ungeeignet. Eine Reduzierung von vier auf zwei Fahrstreifen würde zudem den Verkehrsfluss stark einschränken und im Abbiegeverkehr zu großen Rückstaus und Verkehrsgefährdungen führen.

Welche negativen Auswirkungen monatelange Bauarbeiten, die unweigerlich mit dem Ausbau anstünden, auf die Bevölkerung, wie auch auf kleine und mittlere Betriebe hätten, sei zudem an den Arbeiten an Horster Straße, Prosperstraße und Osterfelder Straße ablesbar gewesen. „Wenn Betriebe von Kunden und Lieferanten nicht mehr hinreichend erreichbar sind, kann es für den einen oder anderen Betrieb durchaus existensgefährdend werden“, mahnt Mersch. Unverständlich sei zudem, dass die an der Gladbecker Straße ansässigen Betriebe nach FDP Informationen bisher nicht in die Planungen zum Radschnellweg eingebunden waren.

Die Freien Demokraten appellieren daher an die Fraktionen im RVR, dem Vorschlag nicht zu folgen und auf einer Alternativroute zu bestehen. Denn Alternativen zur Gladbecker Straße seien ja ausreichend vorhanden: Neben der aus Bottrop vorgeschlagenen RAG Trasse verlaufe z.B. auch parallel zur Gladbecker Straße bekanntlich noch der City-Trail Emscherweg. (sst)

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FDP Bottrop: Bürgerschaftliches Engagement belohnen

Während der heißen Tage im Juli und August diesen Jahres rief die Stadt Bottrop die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich am Gießen der städtischen Bäume zu beteiligen, um vor allem den Jungbaumbestand zu erhalten und um das Grünflächenamt während dieser besonderen Situation zu entlasten (REL berichtete am 20.7.2018 [1]). „Den Bürgerinnen und Bürgern gebührt dafür unser Dank. Wir möchten auch den Kräften der Feuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr danken, die dem Grünflächenamt Amtshilfe geleistet hatten“, so Andreas MERSCH, Kreisvorsitzender der Freien Demokraten (FDP) Bottrop. ([2])

Mit Unverständnis stellen die Liberalen jedoch fest, dass die Verwaltung den Bottropern keine unbürokratische Lösung zur Senkung der dadurch anfallenden Abwassergebühren anbiete. Da diese an die Menge des bezogenen Frischwassers gekoppelt seien, müssten die Bürgerinnen und Bürger in diesem Jahr mit deutlich höheren Kosten rechnen. So räume die Stadtverwaltung zwar ein, dass Gartenwasser kein Abwasser sei, fordere aber in den Haushalten zuvor installierte, zertifizierte Wasserzähler, um entsprechende Ermäßigungen bei den Abwassergebühren beantragen zu können (WAZ berichtete). Dieser Hinweis, so Mersch, führe zum jetzigen Zeitpunkt und in der besonderen Situation diesen Jahres zu Unmut in der Bevölkerung. Denn den Medien sei zu entnehmen, dass der Verbrauch von Leitungswasser in den Sommermonaten bereits um etwa ein Viertel höher liege als im gleichen Zeitraum im Jahr 2017 ([3]). 

„Rückwirkend können diese Zähler natürlich nicht eingesetzt werden. Der Erwerb einer Wasseruhr würde daher allenfalls für das nächste Jahr eine mögliche Entlastung bringen“, so Mersch. Die Bottroper Freien Demokraten appellieren nunmehr an die Verwaltung, als Ausnahme für dieses Jahr eine rechtssichere und unbürokratische Lösung ohne zusätzliche Wasseruhren zu entwickeln und so die Haushalte angemessen zu entlasten. Die Stadt mache dadurch bei der Abwasserentsorgung keine Verluste, da bei Gartenwasser ohnehin kein Abwasser in der Kanalisation anfalle.

„Bürgerschaftliches Engagement sollte belohnt und nicht bestraft werden“, mahnt Andreas Mersch. Nachdem die Bürger der Stadt Bottrop beim Wässern der Bäume unter die Arme gegriffen hätten, könne ihnen nun die Stadt entgegen kommen.

Quellen: 
[1] https://www.radioemscherlippe.de/emscher-lippe/lokalnachrichten/lokalnachrichten/article/-6f9d87a49d.html
[2] https://www.waz.de/staedte/bottrop/bottroper-feuerwehr-bewaessert-jetzt-die-jungen-baeume-id214936817.html
[3] https://www.waz.de/staedte/bottrop/gartenwasser-ist-keine-abwasser-gebuehren-reduzieren-id215016031.html

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FDP Bottrop wählt neuen Kreisvorstand

Die Freien Demokraten Bottrop (FDP) haben am vergangenen Samstag, den 24. Februar, auf ihrem Kreisparteitag einen neuen Kreisvorstand gewählt. Der bisherige Kreisvorsitzende, Andreas Mersch, wurde für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Jens Friedemann und Kreisschatzmeister Andreas Bucksteeg wurden wiedergewählt. Als Beisitzer sitzen in Zukunft FDP-Ratsfrau Gabriele Schmeer, Gunnar Steentjes, Jannik Schlegel und Maurice Wykrota im Kreisvorstand. Weitere Mitglieder sind der Sprecher der Ratsgruppe, Oliver Mies, die Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen Bottrop, Stefanie Steentjes, sowie die Ehrenvorsitzende Ruth Becker.

Als Gastredner überbrachte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP Landtagsfraktion, Ralf Witzel MdL, Grüße aus Düsseldorf. Wie in seiner Eingangsrede schon der Kreisvorsitzende Andreas Mersch, hob auch Witzel die historischen Wahlergebnisse aus dem vergangenen Jahr im Ruhrgebiet, insbesondere in Bottrop hervor. Mit einem Mitgliederzuwachs von 50% läge die Bottroper FDP zudem oberhalb des Durchschnitts im FDP Bezirksverband Ruhr von insgesamt ca. 30%.

Mersch erinnerte daran, dass mit den Wahlen aus dem vergangenen Jahr die Arbeit der Freien Demokraten nicht getan sei und zeigte auf, wie sich die FDP auf die kommende Europawahl 2019 und die Kommunalwahl im Jahr 2020 vorbereiten werde. In Bottrop gäbe es viel zu tun, erklärt Mersch, und wer die Freien Demokraten in Bottrop unterstützen möchte, sei herzlich eingeladen, mitzuarbeiten.

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Nach der Wahl ist vor der Wahl …. scheint das Motto!

Leserbrief unserer Ratsfrau Gabriele Schmeer zum Artikel „SPD will mit Feierabendmarkt Leben in die Boy bringen“ (WAZ vom 06.10.2017):

Ich kann verstehen, dass SPD und Co. mit dem Schuss vor den Bug nach der Landtagswahl und Bundestagswahl aufgeschreckt worden sind.
Bürgernähe und Bürgerbeteiligung können aber kein „Schnellschuss“ sein, nur weil jetzt die Angst umgeht, bei der Kommunalwahl 2020 auch abgestraft zu werden. 
 
Es ist nichts Neues, dass der Boyer Markt an Attraktivität verloren hat. Das „Sterben“ geht schon seit Jahren schleichend voran und hatte mit der Schließung der „Schlecker“-Filiale seinen Anfang. Bis heute konnte kein Unternehmen gefunden werden, welches die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger in der Boy mit ähnlichem Warensortiment abdeckt.
 
Die Ideen, wie sich der Boyer Markt entwickeln könnte, sind auch ein alter Hut. Fischhändler, Obst- und Gemüsestände, sogar Blumenhändler gab es auf dem Markt. Es sollte besser hinterfragt werden, WARUM es den Markt nicht mehr gibt, warum die Händler abgewandert sind. Lag es vielleicht an der Erhöhung der Standgebühren? … Wir wissen es nicht. Bevor diese Fragen nicht aufgearbeitet worden sind, kann etwas Neues nicht funktionieren.
Es ist der falsche Weg, z.B.  zu versuchen, eine für die Innenstadt funktionierende Veranstaltung zu kopieren. Erst einmal sollten die noch ansässigen Unternehmen mit ins Boot geholt werden, denn sie wissen ganz genau wo’s fehlt! Vielleicht auch ein Vertreter der Markthändler?
Da Bottrop ein Stadtmarketing hat und die Boy seit Kurzem ein Quartiersmanagement, brauchen wir das Rad nicht neu erfinden und sollten gemeinsam ein Konzept für die Boy erarbeiten. Ideen gäbe es genug.
 
Mein Fazit: Der Bottroper Süden wurde seit Jahren vernachlässigt und damit meine ich nicht nur die Boy. Jetzt wie aufgescheuchte Hühner herumzulaufen und schnell mal „Bürgernähe machen und den Kümmerer geben“ glauben die Bürgerinnen und Bürger nicht. So etwas braucht konstantes Engagement, Gespräche, Ideen und den Willen, aktiv mitzuarbeiten.

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