FDP Bottrop: Bürgerschaftliches Engagement belohnen

Während der heißen Tage im Juli und August diesen Jahres rief die Stadt Bottrop die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich am Gießen der städtischen Bäume zu beteiligen, um vor allem den Jungbaumbestand zu erhalten und um das Grünflächenamt während dieser besonderen Situation zu entlasten (REL berichtete am 20.7.2018 [1]). „Den Bürgerinnen und Bürgern gebührt dafür unser Dank. Wir möchten auch den Kräften der Feuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr danken, die dem Grünflächenamt Amtshilfe geleistet hatten“, so Andreas MERSCH, Kreisvorsitzender der Freien Demokraten (FDP) Bottrop. ([2])

Mit Unverständnis stellen die Liberalen jedoch fest, dass die Verwaltung den Bottropern keine unbürokratische Lösung zur Senkung der dadurch anfallenden Abwassergebühren anbiete. Da diese an die Menge des bezogenen Frischwassers gekoppelt seien, müssten die Bürgerinnen und Bürger in diesem Jahr mit deutlich höheren Kosten rechnen. So räume die Stadtverwaltung zwar ein, dass Gartenwasser kein Abwasser sei, fordere aber in den Haushalten zuvor installierte, zertifizierte Wasserzähler, um entsprechende Ermäßigungen bei den Abwassergebühren beantragen zu können (WAZ berichtete). Dieser Hinweis, so Mersch, führe zum jetzigen Zeitpunkt und in der besonderen Situation diesen Jahres zu Unmut in der Bevölkerung. Denn den Medien sei zu entnehmen, dass der Verbrauch von Leitungswasser in den Sommermonaten bereits um etwa ein Viertel höher liege als im gleichen Zeitraum im Jahr 2017 ([3]). 

„Rückwirkend können diese Zähler natürlich nicht eingesetzt werden. Der Erwerb einer Wasseruhr würde daher allenfalls für das nächste Jahr eine mögliche Entlastung bringen“, so Mersch. Die Bottroper Freien Demokraten appellieren nunmehr an die Verwaltung, als Ausnahme für dieses Jahr eine rechtssichere und unbürokratische Lösung ohne zusätzliche Wasseruhren zu entwickeln und so die Haushalte angemessen zu entlasten. Die Stadt mache dadurch bei der Abwasserentsorgung keine Verluste, da bei Gartenwasser ohnehin kein Abwasser in der Kanalisation anfalle.

„Bürgerschaftliches Engagement sollte belohnt und nicht bestraft werden“, mahnt Andreas Mersch. Nachdem die Bürger der Stadt Bottrop beim Wässern der Bäume unter die Arme gegriffen hätten, könne ihnen nun die Stadt entgegen kommen.

Quellen: 
[1] https://www.radioemscherlippe.de/emscher-lippe/lokalnachrichten/lokalnachrichten/article/-6f9d87a49d.html
[2] https://www.waz.de/staedte/bottrop/bottroper-feuerwehr-bewaessert-jetzt-die-jungen-baeume-id214936817.html
[3] https://www.waz.de/staedte/bottrop/gartenwasser-ist-keine-abwasser-gebuehren-reduzieren-id215016031.html


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